omniscope_anamorph.jpgomniscope_interior.jpgSeit geraumer zeit möchte ich eine anamorphe lochkamera bauen und da ich momentan etwas zeit aufbringen kann, habe ich angefangen die konstruktiven grundlagen zu erarbeiten. Zum glück bin ich  ingenieur, so daß die techn. konstruktion und die notwendigen math. physikalische vorberechnungen mir keinerlei größeren probleme bereiteten. Nicht jedem sollte jedoch klar sein, was eine anamorphe kamera ist, deswegen füge ich hier  zwei bilder (© abelson scope works) einer  “anamorphic pinhole camera” und ein durch die kamera erzeuges bild (ebenda)  ein.

rollercoaster1 mattabelson.jpg

Als interessant gestaltete sich das problem, der zunehmenden fokalen brennweite und der einhergehende verlängerung der blende (geschätzte blendenvarianz: von f/150 bis f/270) . Dieser effekt tritt dadurch auf, dass die photonen nicht perdikular (lotrecht) auf den bildträger treffen, sondern in einem von der vertikalen lage abhängigen winkel . Bei immer flacheren winkel wird equivalent eine immer größere fläche beleuchten, was eine zzgl. redukion der lichtmenge zur folge hat. Weitestgehend kompensiert werden diese faktoren aber dadurch, dass die durchgangsöffnung von der horizontal einfallsebene zum zenit hin seine form von einer ellipse zu einem vollkreis verändert.

anamorphe lochkamera konstruktions.jpgFolgende randparameter habe ich initial festgelegt: 120er rollfilm equivalent 4 bildern pro film (rund 170mm breite negative), abbilungshöhe ca. 50.00 mm, lochdurchmesse 0.25 mm bei 0,0025 materialstärke.

Die vorberechnungen (als excelsheet und als pdf) sowie die ersten konstrutionskizzen habe ich hier zum download bereitgelegt. Für verbesserungsvorschläge und weiterführende ideen bin ich immer offen.

* DOWNLOAD:

Excel - Anamorphe panorama Lochkamera (336 Downloads)
Result - Anamorphe panorama Lochkamera (374 Downloads)